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Heimo Zobernig (* 1958 in Mauthen, Kärnten) ist ein österreichischer Künstler; er lebt und arbeitet in Wien.

Biografie

1977–1980 Akademie der bildenden Künste Wien
1980–1983 Hochschule für angewandte Kunst Wien
1994–1995 Gastprofessur, Hochschule für bildende Künste Hamburg
1999–2000 Professur für Bildhauerei, Staatliche Hochschule für Bildende Künste – Städelschule Frankfurt am Main
seit 2000 Professur für Bildhauerei, Akademie der bildenden Künste Wien

GKB Doppelstockwagen gestaltet von Heimo Zobernig aus LokoMotive (Graz 2003)
Werkschaffen

Er arbeitet in vielfältigen Medien wie Skulptur, Malerei und Video. Zobernig setzt in den frühen 80er Jahren bei den durch die Moderne entwickelten Positionen der geometrischen Abstraktion an und stellt die Hauptthese der Minimal Art „You get what you see“ (es ist, was man sieht) auf den Kopf. Seine frühen, schwarzen Skulpturen wirken auf den ersten Blick wie schwere industriell gefertigte architektonische Elemente, bei genauem Hinsehen handelt es sich aber um handgearbeitete Pappskulpturen, die vom Künstler signiert sind. Die reduzierte Formensprache setzt sich mit Traditionen des 20. Jahrhunderts wie dem russischen Konstruktivismus, der niederländischen De Stijl-Bewegung, oder den Zürcher Konkreten auseinander und spiegelt eine „nüchterne, transzendenzlose Sicht auf die Welt“ (Zitat Zobernig). Sämtliche Arbeiten tragen die Bezeichnung „Ohne Titel“. Die bevorzugten Materialien, Pappe, Sperrholz oder Styropor, sind lapidare und prekäre Materialien, die nicht für die Ewigkeit gemacht sind und so den Wert und die Objekthaftigkeit des Kunstwerks in Frage stellen. Zobernig begreift Kunst als ein Kommunikationssystem, in dem es nicht um die Produktion von Werken und letzten Wahrheiten geht, sondern um die gesellschaftlichen Verhältnisse zwischen Menschen und Dingen. Im Zuge der während der 1990er Jahre zunehmenden Bedeutung von Kunst als gesellschaftlicher Praxis, stattete Zobernig mehrfach Kommunikationsräume, wie Kantinen, Tagungsräume oder Pavillons in Kunstinstitutionen aus. 1997 gestaltete er für die documenta X in Kassel die für Vorträge und Diskussionen vorgesehene Halle.
Ausstellungen (Auswahl)

1992: Schmatz, Schwarzkogler & Zobernig, Edition Artelier 1992
2003: Ständehaus (Düsseldorf) (K 21)[1]
2007: Galerie Christian Nagel Köln [2]
2000-2007: Galerie Meyer Kainer Wien [3]
Galerie Chantal Crousel [4]
2008 - 2009: Künstler im Fokus, Einzelausstellung im MAK Wien [5]
2010 war vor dem Eingang zur Art 41 Basel auf dem Messplatz von Heimo Zobernig "Black Cube, 2010" installiert.
2011: HEIMO ZOBERNIG, Essl Museum – Kunst der Gegenwart, Klosterneuburg/Wien
2012: Galerie Johann Widauer, Innsbruck
2015: HEIMO ZOBERNIG, La Biennale di Venezia 2015, Venedig/Italien

Auszeichnungen (Auswahl)

1993: Otto Mauer-Preis
2009: Goldenes Verdienstzeichen des Landes Wien [6]
2010: Österreichischer Friedrich-Kiesler-Preis für Architektur und Kunst
2016: Roswitha-Haftmann-Preis

Weblinks

Literatur von und über Heimo Zobernig im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Materialien von und über Heimo Zobernig im documenta-Archiv
Biografie zu Heimo Zobernig, Essl Museum
Werke von Heimo Zobernig In: Digitales Belvedere
Heimo Zobernig auf der Biennale in Venedig 2015

Einzelnachweise
Literatur: Doris Krystof, Heimo Zobernig, Meister des Minimums, in Zs. Vernissage. Kulturregion Rheinland. Heft Frühjahr-Sommer. Vernissage-Verlag, Heidelberg 2003 ISSN 1434-5986 S. 8–11.
Christian Nagel Köln Ausstellung 2007 Heimo Zobernig, 4 Fotos, Ausstellungslistung 2000-2007, Abgerufen am 12. März 2009
Galerie Meyer Kainer Wien Exhibitions 2000, 2002, 2003, 2004, 2007, Abgerufen am 12. März 2009
Galerie Chantal Crousel Heimo Zobernig Heimo Zobernig February 14th - April 11th, 2015 25 Fotos von Objekten, PDF, 900KB.
MAK KÜNSTLER IM FOKUS #5 HEIMO ZOBERNIG, Total Design, 21. Oktober 2008 – 29. März 2009, PDF 26KB
Stadt Wien Mailath verlieh Goldene Verdienstzeichen des Landes Wien, Rathauskorrespondenz 5. März 2009.

Künstler

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